Notfallantikonzeption – “Pille danach”
Unter der Notfallantikonzeption (Notfallverhütung, umgangssprachlich “Pille danach”) wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem innerhalb von 24 – 120 Stunden (also bis zu fünf Tage) nach einem ungeschützten Sexualkontakt/ Geschlechtsverkehr ein Hormonpräparat (Wirkstoff Ulipristal) aus der Gruppe der Gestagene (Gelbkörperhormone) nach ärztlichem Rezept eingenommen wird. Das Medikament wirkt als Hormon auf die Schleimhaut (Endometrium) der Gebärmutter (Uterus). Mit hoher Sicherheit wird damit die Einnistung einer durch ein Spermium befruchtete Eizelle in das Gewebsbett der Gebärmutter verhindert.
Die Notfallantikonzeption kann vom Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (also auch von Ihrem Hausarzt MR Dr.med. Stefan Trautwein) nach einer entsprechenden ärztlichen Beurteilung verordnet, rezeptiert und allenfalls auch über die ärztliche Hausapotheke abgegeben werden.
Informell wird eine Zyklusanamnese erhoben, sowie generelle Maßnahmen der Empfängnisverhütung besprochen, zudem wird auch auf Methoden zur Vermeidung von sexuell übertragbaren Erkrankungen hingewiesen (Verwendung von Kondomen).
Jedenfalls soll in weiterer Folge ein einfacher Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
Sollte es sich um einen Sexualkontakt handeln, der nicht im klaren Einvernehmen der Partner stattgefunden hat (“NUR JA heißt JA”), so soll in jedem Fall ein Kontakt an einer dafür eingerichteten Spezialambulanz zur weiteren Abklärung stattfinden.
Eine allgemeinmedizinische Untersuchung auf sexuell übertragbare Erkrankungen (z.B. HIV, Hepatitis C, Chlamydien, etc.) steht niederschwellig mit unserer Ordination am Standort Grünau im Almtal zur Verfügung.
